Das Sakrament der Ehe

– ein Zeichen der Nähe Gottes

Sie möchten kirchlich heiraten? Dazu gratulieren wir Ihnen als Paar ganz herzlich!


In der Liebe, die Mann und Frau sich in der ehelichen Gemeinschaft einander schenken, kann und will etwas spürbar und sichtbar werden von Gott selbst, „denn Gott ist die Liebe“ (1. Johannesbrief 4,8b). Deshalb sieht die katholische Kirche in der ehelichen Liebe zwischen Christen ein Zeichen der Nähe Gottes, ein so genanntes Sakrament. Durch ihr Eheversprechen spenden sich die Eheleute das Sakrament. Ehepaare, die eine vor Gott und der Kirche gültige Ehe eingehen wollen, erklären durch ihr Ja-Wort, dass sie bedingungslos und treu füreinander da sein wollen, „bis der Tod uns scheidet“. Außerdem erklären sie sich grundsätzlich bereit, Kindern das Leben zu schenken und sie im Glauben zu erziehen sowie als christliche Eheleute in Kirche und Gesellschaft Verantwortung zu übernehmen.

Ein katholischer Christ kann übrigens auch einen evangelischen Partner kirchlich heiraten; mit der entsprechenden Genehmigung auch einen Partner, der einer anderen Religionsgemeinschaft angehört oder der gar nicht an Gott glaubt.

 

 

Was ist zu tun, wenn wir kirchlich heiraten wollen?

 

Bitte bedenken Sie, dass eventuell noch andere Brautpaare am gleichen Tag kirchlich heiraten wollen oder Kinder getauft werden oder Gottesdienste schon lange feststehen oder in Ihrer Wunschkirche ein Konzert stattfindet.

Deshalb die herzliche Bitte: Nehmen Sie so früh wie möglich Kontakt mit dem Pastoralbüro der Gemeinde auf, in der Sie wohnen! Für den Seelsorgebereich Erftmühlenbach ist dies das

 

Pastoralbüro in Euskirchen-Erftfmühlenbach

Zur Tomberger Mühle 10,

Telefon: 02251-8133760,

E-Mail: pastoralbuero@erftmuehlenbach.de

 

Hier werden Ihre Personalien und der gewünschte Hochzeitstermin entgegengenommen und an das Pastoralteam weitergeleitet. Der Seelsorger, der die Trauung übernimmt, wird sich dann mit Ihnen in Verbindung setzen, den Hochzeitstermin verbindlich mit Ihnen klären und ein Traugespräch vereinbaren.

 

Das Traugespräch

 

Da die kirchliche Trauung auch eine rechtliche Handlung ist, dient das Traugespräch nicht nur dem gegenseitigen Kennenlernen von Seelsorger und Brautpaar.

Der Seelsorger – ein Priester oder ein Diakon – spricht auch bestimmte Inhalte an, wie etwa das Eheverständnis der katholischen Kirche. Außerdem wird zusammen das so genannte „Ehevorbereitungsprotokoll“ ausgefüllt; hierzu gehören unter anderem die Aufnahme der Personalien, die Frage nach eventuellen Ehehindernissen, die Frage nach der Freiwilligkeit der Eheschließung und Ihr Einverständnis mit dem kirchlichen Eheverständnis.

Nachdem dies alles miteinander besprochen wurde, geht es um die inhaltliche Gestaltung des Traugottesdienstes: Wird das Sakrament innerhalb einer Heiligen Messe oder eines feierlichen Wortgottesdienstes gespendet? Welche biblischen Lesungen werden gewählt? Wer schreibt die Fürbitten? Welche Lieder und/oder Musikstücke werden gespielt? Wer kümmert sich um Blumenschmuck? Alle Ihre Fragen werden berücksichtigt.

 

Auszug aus dem Taufbuch / der Taufschein

 

Von beiden Ehepartnern ist ein (kirchlicher) Nachweis nötig, aus dem hervorgeht, dass sie ledig bzw. zur Trauung berechtigt sind. Für katholische Ehepartner ist dies der so genannte „Auszug aus dem Taufregister“.

Den Auszug aus dem Taufbuch erhalten Sie bei der Pfarrei, in der Sie getauft wurden (Taufbuchpfarrei).
Falls Sie nicht wissen sollten, wo Sie getauft sind, haben Sie die Möglichkeit, in Ihrer Wohnortpfarrei nachzufragen, ob evtl. eine Taufspendung in Ihrem Datensatz bereits angegeben ist. Ansonsten fragen Sie bei Ihren Eltern nach deren Stammbuch, in dem Ihre Taufe beurkundet sein sollte.
Der Auszug aus dem Taufbuch darf bei der kirchlichen Eheschließung nicht älter sein als 6 Monate, daher bitte nicht zu früh anfordern. Für evangelische Ehepartner erfolgt der Ledigenstandsnachweis üblicherweise durch eine eidesstattliche Erklärung.

 

Download des Antrag-Formulars: Auszug aus dem Taufbuch